ESSEN!!!!

In letzter Zeit werde ich häufiger gefragt, was ich an Singapur am meisten vermissen werde. Meine Antwort lautet immer: “Das Essen!” Vielleicht klingt das etwas verfressen, aber es stimmt einfach.^^
Chinesen, Malaien und Inder stellen den Großteil der Bevölkerung dar und jede Gruppe hat ihre eigenen Rezepte nach denen sie kochen. Häufig entstehen dabei auch neue Kreationen. Somit ist Singapur ein Paradies für Gourmets, denn selbst in den kleinen Küchen der Hawker wird für wenig Geld super leckeres Essen gezaubert. Manchmal auch so gut, dass diese mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet werden.

Während meiner 6 Monate hier habe ich so gut wie nie gekocht. Wenn, dann entweder Nudeln, weil sie mir gefehlt haben oder Meeresfrüchte, weil ich Lust darauf hatte. Meine bisherigen Kochversuche (die auch alle geglückt sind): In Butter gebratener Fisch mit Zitrone, Mediterraner Tintenfisch aus der Pfanne und Muscheln in Tomatensud.

Viel lieber esse ich außerhalb. Das macht vor allem aus Kostengründen Sinn. Ein Essen im Hawker kostet ca. 3-7SGD, was umgerechnet gerade einmal 1,50-4,50€ sind. So günstiges Essen bekommt man höchstens als Student in der Mensa – und das schmeckt meistens nicht mal so geil. 😀 Einkaufen gehen und selbst kochen ist damit deutlich teurer. Also der Aufruf an alle Urlauber: geht raus und sucht euch was leckeres zu Essen! Alle diejenigen, die sich Gedanken bzgl. Hygiene machen, können diese getrost beiseite schieben. Hier werden alle Küchen regelmäßig kontrolliert und bewertet. A und B sind hygienisch einwandfrei und irgendetwas darunter habe ich noch nie gesehen. Ein Tipp noch: Wenn ich auf der Suche nach einer guten Küche bin, schau häufig nach denen, wo viele Einheimische essen gehen. Dort muss es gut sein!

Nun aber zu den Gerichten, die ich gegessen und als sehr gut befunden habe:

  • Laksa
  • Chicken rice
  • Chilli crab: für alle, die gerne länger mit ihrem Essen beschäftigt sind 😉
  • Dumplings / Xiao long bao (z.B. aus dem din tai fung restaurant): OMG ich liiiiiiiiieeeeeeeeeeebe Dumplings. Ich könnte sie zu jeder Tages- und Nachtzeit essen!!  in diesem Zusammenhang sind dumpling noodles auch empfehlenswert
  • Century eggs: Ja, sie sehen super eklig aus, schmecken aber trotzdem nur nach Ei 😀
  •  nasi lemak
  • cheesy naan with chicken
  • hot pot: Hier kann jeder das in die Suppe werfen worauf er Lust hat. Ist also vor allem für kleinere Gruppen geeignet
  • tom yam suppe
  • Satay Spieße
  • sticky rice with mango: zur Abwechslung mal ein Nachtisch 😉

Wie ihr seht, wird es was das Essen angeht auf keinen Fall langweilig! Also traut euch und testet euch durch die Küchen Singapurs 🙂

PS: Und danach solltet ihr euch unbedingt einen Saft mit auf den Weg mit nach Hause nehmen. Bei der Auswahl und dem Geschmack, kann jeder O-Saft in Deutschland einpacken 😀

Langeweile?!?!

Hallo zusammen,

ich habe in Unterhaltungen öfters mal zu hören bekommen, dass Singapur langweilig ist… Die Stadt sei zwar relativ beeindruckend, aber viel soll man nicht erleben und sehen können. Und dann kommt meist die Frage: “Wie kannst du es denn hier 6 Monate aushalten? Wird dir nicht langweilig?” Antwort: “1. Ziemlich gut und 2. definitiv nicht!!”

Vielleicht ist Singapur wirklich nicht die Stadt mit der historischen Altstadt oder den denkwürdigen Sehenswürdigkeiten, die andere Städte oder Länder zu bieten haben. Man muss aber bedenken, dass die Insel erst seit 200 Jahren besiedelt ist. Da kann man eine Kultur, wie wir sie gewöhnt sind nicht erwarten. Nichtsdestotrotz gibt es genügend zu entdecken und zu erkunden. Ich werde euch deshalb in den nächsten Einträgen “mein Singapur” zeigen und diese auch hier verlinken bzw. mit anderen Websites ergänzen. Eine gute Nachricht für alle Lesefaulen: die Beiträge werde ich kürzer halten, aber dafür mit mehr Bildern versehen. 😉

Ich beginne diese Reihe mit dem unglaublich leckeren ESSEN!!!!, dass es hier überall gibt.

Also viel Spaß damit 🙂

Zu Besuch in Penang – II

Hallo zusammen, wie versprochen kommt hier der zweite Teil meines Penang Besuchs.

Nachdem wir etwas ausgeschlafen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Frühstücken. Der Inder um die Ecke servierte sehr leckere Roti mit Banane und Milo (das Nesquik von Asien) und dazu einen frisch gepressten Orangensaft… einfach nur lecker! Zu uns gesellten sich noch Nadjas Mitbewohnerin sowie ein paar Freunde. Gut gesättigt machten wir uns auf den Weg zur Blue Mansion. Es handelt sich dabei um ein Herrenhaus aus dem 19. Jh. und ist, wie sein Name verrät, blau. Eine ältere Dame führte durch das Haus und erzählte von seinen Bewohnern (einem reichen chinesischen Geschäftsmann und seinen Frauen), der damaligen Lebensweise sowie dem einzigartigen Stilmix in der Architektur. So mischt sich zum Beispiel die traditionelle chinesische Lehre des Feng Shui in Form von fließendem Wasser, mit der damals typischen kolonialen Bauweise. Wem eine Führung durch das Haus zu wenig ist, kann auch über Nacht bleiben. Denn nebenher werden auch einige Zimmer an Gäste vermietet.

Nach der Führung liefen wir zum Old Protestant Cemetery auf welchem Francis Light, der Gründer der Kolonie Penang, begraben liegt. Zu unserer Überraschung waren auch ein paar Grabsteine mit deutscher Aufschrift zu finden. Und was auch auffiel: Alt sind die Leute damals nicht geworden. Einige hatten es noch nicht einmal bis zum dreißigsten Lebensjahr geschafft.

Von dort aus schlenderten wir weiter durch George Town zu unserem letzten Punkt auf der To-Do-Liste. Nadja erzählte mir von einem kleinen Street-Market, auf den sie mit mir gehen wollte. Ich fand die Idee super, da ich an der künstlerisch, angesagten Szene Penangs bereits Gefallen gefunden habe. Als wir jedoch vor einer Art altem, verfallenen Depot standen, wusste ich nicht so recht was ich davon halten sollte. Ein großes Banner am Eingang kündigte einen Pop-up Market an… doch wo war der nur?  Beim Betreten des Depots schaute ich nicht schlecht. Gleich hinter dem Eingang lag eine Galerie mit wunderschönen Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen lokaler Künstler.

Dahinter öffnete sich ein größerer überdachter Bereich mit kleinen Ständen, an denen Schmuck, Postkarten, Shirts uvm. verkauft wurde – selbstverständlich alles von den Verkäufern handgefertigt. Auch hier konnten wieder zahlreiche Kunstwerke an den Wänden entdeckt werden. Zwischen den ganzen Leuten trafen wir auch Nadjas Freunde vom ersten Abend sowie die vom Frühstück wieder. Bei entspannter live Musik und einem leckeren Kaffee quatschten wir so lange, bis für mich die Zeit zum Aufbruch gekommen war. Gerne hätte ich noch länger mit den anderen zusammen gesessen und die Atmosphäre genossen, doch das Flugzeug wartet leider nicht… und so flog ich mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck nach Hause.

Zu Besuch in Penang – I

Wie bereits angekündigt, hier meine Zusammenfassung des Wochenendes in Penang. Penang ist einerseits ein Bundesstaat von Malaysia, aber gleichzeitig auch eine Insel und genau auf dieser war ich.

Da ich mal wieder Schwierigkeiten mit meinem DA-Projekt habe, konnte ich leider nicht eher schreiben… Seit Beginn des neuen Jahres läuft es eher schleppend, was mich ziemlich unter Druck setzt. Ich konnte zeitweise an nichts anderes mehr denken und brauchte deshalb dringend eine Auszeit. Die Möglichkeit Nadja zu besuchen, kam da mehr als passend! Das Wochenende begann damit, dass ich aufgrund der rush-hour zum Freitag Abend fast meinen Flug verpasst hätte. Glücklicherweise hat man mir trotz geschlossenem check-in meine Boardkarte ausgestellt und mit einem kurzen Sprint konnte ich das Gate rechtzeitig zum Boarding erreichen. Voller Adrenalin, doch überglücklich nahm ich im Flieger platz. Als wäre das nicht schon genug Aufregung gewesen, musste der Pilot wegen des schlechten Wetters in Penang den Landeanflug abbrechen, durchstarten, eine Schleife fliegen und dann einen neuen Versuch unternehmen. Beim zweiten Mal lief aber alles glatt.

Bei Nadja angekommen sind wir zu aller erst zu ihrem Lieblingsinder gelaufen, der Naanbrot mit Käse sowie verschiedenen Saucen serviert. Das absolute Highlight: eine Honigsauce, die in Kombination mit dem Brot der absolute Hammer ist! Beim Bezahlen merkt man schnell, dass Malaysia im Vergleich zu Singapur um einiges günstiger ist. Für das gleiche Essen würde man bei uns das 4 oder 5-fache zahlen. Gesättigt waren wir, aber der Durst brannte in unseren Kehlen. Deshalb sind wir zu dem bekanntesten Kiosk in George Town gefahren. Dort gibt es das günstigste Bier der ganzen Stadt, weshalb dort in den Abendstunden ein reges Treiben herrscht. Viele junge Leute aus den angrenzenden Hostels und der Stadt kommen hier zusammen. So war es auch nicht verwunderlich, dass wir gleich ein paar Freunde von Nadja getroffen haben und mit ihnen ausgiebig quatschen und trinken konnten.

Am nächsten Morgen gönnten wir uns ein richtig leckeres Frühstück (french toast und Kaffee) in einem schicken Restaurant. Wenn der Tag so beginnt, kann er nur gut werden! 😀 Gesättigt sind wir dann weiter in den Norden der Insel gefahren, wo es ein Naturreservat mit wunderschönen Stränden gibt. Wir wollten zum Turtle-Beach wandern, der etwa zwei Stunden Fußweg entfernt lag. Unser Weg führte uns mitten durch den Urwald, auf zum Teil sehr ausgespülten Wegen; im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein; Hügel hinauf und hinab. Doch die Anstrengung wurde durch eine wunderbare Stille (bis auf unser Gequatsche^^) und eine einzigartige Natur wett gemacht.

Nach ziemlich genau der veranschlagten Zeit erreichten wir den Strand, der zu unserer Überraschung fast Menschenleer war. Wir genossen es in der Sonne zu liegen, zu entspannen und ab und zu mal ein kurzes Bad zu nehmen. Ob wir überhaupt baden gehen durften konnten wir leider nicht erkennen, da die Warnschilder durch die Sonne bereits soweit ausgeblichen waren, dass alle Zeichen gelb waren. 😀 Der Strand heißt nicht um sonst Turtle-Beach. Regelmäßig kommen hier Schildkröten an, um ihre Eier in den etwas grobkörnigen Sand zu legen. Um die Eier vor Nesträubern zu schützen, werden Gitter aufgestellt und regelmäßig kontrolliert. Eine kleine Holzhütte informiert zusätzlich über das Leben der bedrohten Tierart. Sind die kleinen Schildkröten geschlüpft, kommen sie die ersten paar Wochen in ein Bassin in der Hütte. Das geschieht zu ihrem eigenen Schutz, denn wenn sie größer sind, ist ihre Überlebenschance um einiges höher. Noch mit den Gedanken bei den kleinen Schildkröten, fuhren wir mit einem Boot zurück zu dem Punkt, an dem unsere Wanderung begann.

Wer jetzt denkt, dass das alles war hat sich mehr als getäuscht! Denn der Tag war noch lange nicht vorbei. Bevor wir jedoch weiter George Town erkunden konnten, brauchten wir dringend etwas zum Abendbrot. Nadja hatte in ihrem Reiseführer ein ausgezeichnetes chinesisches Restaurant gefunden, dass scharf angebratenes Rindfleisch mit grünen Chillis servierte. Ich sage euch, es war ein Gedicht!! Wir haben sogar noch einmal eine Portion nachbestellt, weil es so lecker war.^^

Gestärkt konnten wir unseren Weg durch die Stadt fortsetzen. Ein Streifzug durch die Stadt lohnt sich besonders wegen der Streetart. Häufig entdeckt man eher zufällig die Kunstwerke an den Häuserwänden. Das schöne an ihnen ist, dass man nicht selten selbst Teil der Kunst werden kann. Des Weiteren begeistert George Town durch seine alten shop-floor-Häuser, der hippen Cafés und Bars sowie imposanten Tempelanlagen und Moscheen. Das tolle daran ist, dass man bequem alles zu Fuß erreichen kann und nicht auf ein Taxi angewiesen ist. Für den Abend hatten wir uns mit Freunden von Nadja verabredet, die gerade eine Weltreise unternehmen und zufällig an diesem Wochenende in Penang halt machten. Bevor sie nach Asien kamen reisten sie bereits einige Wochen durch Mittelamerika. Gemeinsam saßen wir in einer Bar, tranken Cocktails und lauschten ihren Erlebnissen. Am Nebentisch saßen drei Jungs aus Deutschland, ebenfalls auf Reisen, die unser Gespräch hörten und sich daran beteiligten. Es ist toll wie leicht man mit Fremden ins Gespräch kommen kann, weil jeder von einem spannenden oder besonders schönem Erlebnis erzählen kann und so ein reger Austausch entsteht. Mit ihnen zogen wir dann sogar noch weiter, in das mir bereits bekannte Kiosk, wo es noch eine Dose Bier als Schlaftrunk gab. Bereits sehr spät am Abend fielen Nadja und ich erschöpft ins Bett. Zum Glück konnten wir Sonntag etwas ausschlafen. 😉

Hmm…da der Text schon wieder ganz schön lang geworden ist und ich langsam mal schlafen sollte, schreibe ich euch einfach morgen den Rest 🙂

Gute Nacht :*

 

 

Frühstück in Tiong Bahru

Hallo Leute,

vorletztes Wochenende hatte ich keine Lust Frühstück zu machen… naja ok, der Kühlschrank war leer, weil ich nicht einkaufen war. Jedenfalls war das die perfekte Gelegenheit nach Tiong Bahru zu fahren und mich dort in ein Café zu setzen. Das Viertel ist bekannt und beliebt für seine kleinen Restaurants, die schicken Läden, seine gemütliche Atmosphäre und natürlich die Cafés mit leckeren Sachen wie Cupcakes oder Gebäck. Als Resi mich besucht hat, waren wir z.B. in Tion Bahru Bakery. Die verkaufen z.B. Croissants und Pain au chocolat nach echtem französischen Rezept. Ist zwar nicht ganz günstig, aber super lecker!

Mein Frühstück an dem Wochenende wartete in der Plain Vanilla Bakery auf mich. Da ich nicht so ein Cupcake-Fan bin, habe ich mich einfach für ein Stück Blaubeerkuchen und eine Portion Granola mit Früchten sowie Joghurt entschieden. So saß ich da bestimmt 1,5h lesend und essend in dem Laden und habe mich einfach über die freie Zeit gefreut 🙂

Da ich meinen Fuß schonen und dadurch langes Laufen vermeiden soll, habe ich danach nur noch einen kurzen Abstecher zur Emerald Hill Road gemacht. Diese Straße liegt gleich neben der Shoppingmeile und auf ihr stehen wundervolle, alte Reihenhäuser. Viele von ihnen sind mit chinesischen Elementen verziert und zum Teil schon 100 Jahre alt. (Ja, das ist für Singapur schon steinalt 😀 ) Und obwohl gleich einige 100m weiter das Leben tobt, ist es auf dem Hügel seltsam still, ja fast idyllisch. Ich muss sagen, wenn ich mal viel Geld haben sollte, dann werde ich mir genau hier ein Wochenendhaus zulegen!^^ Ihr seid dann auch herzlich eingeladen mich zu besuchen. 😉

Das nächste Mal wird wieder ein längerer Eintrag, denn dann möchte ich euch von meinem Wochenende bei Nadja in Penang erzählen.

Bis dahin 🙂

Zoukout

Hallo zusammen,

hier die Neuigkeiten von der Orthopädiefront: Dem Zeh geht es schon besser. Der dicke Verband ist weg, stattdessen trage ich nun mehrere Lagen Tape um meinen Zeh. Ich kann auch schon wieder relativ normal laufen, nur manchmal tut es noch weh. Trotzdem habe ich mich dieses Wochenende mit meinen Unternehmungen zurückgehalten und so hatte ich Zeit, etwas in Erinnerungen zu schwelgen.

Vor Weihnachten hatte ich ganz lieben Besuch aus Deutschland. Meine beste Freundin wollte Mal sehen, wie es so in Singapur ist und kam deshalb für eine Woche vorbei. Da ich in der Woche arbeiten musste, hatten wir nur die Wochenenden für Unternehmungen.

Einmal im Jahr findet das Zoukout statt. Ein Festival am Strand mit lokalen und internationalen DJs. Das Event konnte ich mir nicht entgehen lassen und so besorgte ich zwei Karten. Resis Jetlag nutzten wir dabei gekonnt aus, da sie eh abends munter war.^^

Ganz getreu dem Motto: wer zuerst kommt mahlt zuerst, haben wir uns rechtzeitig auf den Weg nach Sentosa gemacht. Wir wollten schließlich nicht ewig warten, da normalerweise bei einem Festival der Andrang ziemlich groß ist. Pünktlich zum Einlass waren wir da und haben uns in die Schlange der wartenden einreihen. Beim Einlass bekamen alle für ihre Smartphones eine wasserdichte Hülle, mit Sichtfenster, damit auch trotz eingepacktem Handy fleißig Fotos gemacht werden können. Bei den doch nicht ganz selten vorkommenden Schauern eigentlich eine gar nicht so schlechte Idee…

Hochmotiviert stürmten wir das Festivalgelände und stellten fest, dass so viele gar nicht vor uns gestanden haben und deshalb das Gelände noch relativ leer war. Wir besorgten uns erstmal was zu trinken und begannen dann unseren Rundgang. Abgesehen von zwei Bühnen gab es noch jede Menge Werbestände und Fressbuden. Zwischen den ganzen sinnlosen Sachen, haben wir ziemlich schnell den besten Stand ausfindig gemacht. Und zwar bot dieser Tattoos mit Neonfarben an. 😍 Kurze Zeit später waren wir bunt bemalt und bereit zum Tanzen und Party machen.

Resi und ich sind in der Menge ganz schön aufgefallen. Nicht nur, weil wir zu den relativ wenigen Europäern gehörten, sondern hauptsächlich, weil wir zu der Musik abgegangen sind. Viele andere standen (oder saßen!) nämlich einfach nur da, hatten ihr Handy in der Hand und filmten den DJ. Erst als die Meisten ihr zweites oder drittes Bier drin hatten, wurden sie lockerer und fingen an zu tanzen. Da einige Probleme mit der Alkoholverträglichkeit hatten, fielen sie beim Tanzen nicht selten einfach um 😀

Es ist ein megatolles Gefühl unter freiem Himmel, am Meer, den Sand zwischen den Zehen spürend, zu guter Musik tanzen zu können! Wir hatten Glück mit dem Wetter, da es nicht einen Tropfen regnete! So konnten wir den Abend/die Nacht in vollen Zügen genießen. Gegen zwei Uhr nachts sind wir dann völlig kaputt, aber zufrieden mit dem Taxi nach Hause gefahren.

 

Stiftung Warentest sagt “sehr gut”

Hallo zusammen 🙂 

Ich habe mir heute die Mühe gemacht und das Gesundheitssystem von Singapur unter die Lupe genommen. Mein Resultat: ein sehr geordneter Ablauf, dank diverser gezogener Wartemarken, ein kompetenter und freundlicher Arzt, kürzere Wartezeiten (insgesamt nur 2h) und ausreichend Medikamente, um wahrscheinlich eine ganze Kuhherde betäuben zu können. Ach ja, der Zeh ist gebrochen. Also die nächsten Wochen soll ich ruhig angehen lassen. Dann habe ich aber auch mehr Zeit neue Blogeinträge zu verfassen 😉

Kurzurlaub – Part II

So ihr Lieben, es geht weiter mit meinem Bericht vom Kurzurlaub.

Am nächsten Morgen klingelte, für einen Urlaub ziemlich zeitig, um 7:00 Uhr der Wecker. Nach einem kurzen Frühstück wurde ich von einem Sammeltaxi abgeholt. Ach so, vielleicht sollte ich sagen, was ich für diesen Tag geplant hatte… Also ich wollte an diesem Tag Kajak fahren gehen und den Nachmittag entspannt am Strand liegen. Solche Tagestouren kann man überall in der Stadt und sogar im Hostel buchen.

Nachdem wir alle Mitreisenden eingesammelt hatten, fuhr uns der Fahrer zu einem Bootsanleger. Dort begrüßte uns unser Guide, der auch keine Zeit verlor und uns gleich in die Technik des Paddelns ein wies, da es einige gab, die bisher noch nicht in einem Kajak saßen.

Als dann alle mit einem Paddel und einer Schwimmweste versorgt waren, ging es immer zu zweit in die Boote. Ich als Alleinreisende sollte erst mit unserem Guide in einem Boot sitzen. Doch vor mir standen zwei zierliche Koreanerinnen, die sich kaum trauten ins Boot zu steigen. So beschloss unser Guide kurzerhand, dass ich mit einer der beiden fahren sollte und er die andere zu sich ins Boot nimmt. Bevor die beiden Mädels überhaupt verstanden was los war, verließ ich mit der ersten bereits den Anleger. Als sie sich umsah wirkte sie zuerst leicht verwirrt, fing sich aber schnell und stellte sich als Cho vor. Sie wollte von mir wissen woher ich komme, und als ich meinte aus Deutschland, lachte sie und meinte, dass wir uns auch gern in meiner Muttersprache unterhalten können. Jetzt war ich diejenige, die verwirrt schaute. Cho erzählte mir daraufhin, dass sie mehrere Jahre in Weimar Musik studiert hätte. Die Welt ist doch manchmal wirklich ein Dorf^^

 

Unser Guide führte uns durch die dichten Mangrovenwälder, in denen es manchmal gar nicht so einfach war das Boot zu navigieren. An einigen Stellen passten noch nicht einmal zwei Kajaks nebeneinander. Der Anblick des dichten Grünes und der Wurzeln war einfach toll. Häufig kamen wir an hohen und dicht bewachsenen Klippen vorbei. An einer Stelle im Wald lauerte uns eine Herde Affen auf. Sobald sie uns erblickten, sprangen sie auf unsere Boote. Wahrscheinlich waren sie auf der Suche nach etwas Essbarem, da leider immer noch viele Touristen die Tiere füttern. Der Affe auf unserem Boot wollte meine Trinkflasche stehlen. Zum Glück konnte ich sie ihm noch schnell entreißen, da lugte er schon in Richtung meiner Kamera, die ich ganz schnell in Sicherheit brachte. Da ich durch die Rettungsaktion meiner Habseligkeiten nicht paddeln konnte, bildete sich hinter uns ein kleiner Stau, den die Affen gleich ausnutzten und die anderen Boote enterten. Die Viecher sind ganz schön gerissen!

Ein Highlight befand sich relativ am Ende unserer Tour, wobei es sich dabei um die Kulisse des James Bond Films “Der Mann mit dem goldenen Colt” handelte. Dabei sind wir denselben Weg wie James Bond im Film entlang gepaddelt.

Ziemlich ausgehungert kamen wir nach 2h wieder an dem Anleger an, wo uns bereits unser Mittagessen erwartete. Satt und zufrieden bestiegen wir (also ich besonders 😉 ) ein Longboat, dass uns zur nahegelegenen Ko Hong Island brachte. Für mich war es da höchste Zeit für einen Mittagsschlaf! Außerdem soll man ja nicht mit vollem Magen schwimmen gehen. Die Insel hatte einen paradiesischen Strand mit fast weißem Sand. Leider wussten das ziemlich viele Menschen, weshalb ich mich in die letzte Ecke der Bucht verzog. Nach meiner Pause hatte ich noch 2h Zeit, in der ich ein oder zwei Runden geschwommen und am Strand entlanggelaufen bin, Muscheln gesammelt und eine Seegurke gestreichelt habe (die fasst sich samtartig an – aber Vorsicht! Die kann auch beißen!), in der Sonne gelegen habe und im Meer schnorcheln war. Die Zeit verging wie im Fluge und schon bald mussten wir uns auf den Weg zurück zum Festland machen.