Sentosa Island

Und schon ist das Wochenende wieder herum… Wie schnell doch die Woche vergeht.

Ich habe das Wochenende genutzt, um mir Sentosa Island anzusehen. Es handelt sich um eine kleine Insel, die seit den 70er Jahren als “Naherholungsgebiet” genutzt wird. Die singapurische Definition von “Erholung” scheint jedoch etwas von meiner abzuweichen, aber dazu gleich mehr.

Der Weg nach Sentosa führte mich zu Erst mit der Metro nach Harbour Front. Von da aus gibt es mehrere Möglichkeiten auf die Insel zu kommen. Über eine Brücke fährt der Sentosa Express, es gibt ein paar Busse oder man geht einfach zu Fuß. Für alle die es ganz besonders möchten, können auch die Seilbahn nehmen. Ich entschied mich kurzerhand für den Fußweg, da die Brücke nur knapp 600m lang war. Sobald man die Brücke betreten hat, fühlt man sich ein bisschen verzaubert. Überall wurde die Brücke aufwendig und thematisch begrünt, der Weg ist überdacht, der Boden ist aus Holzplanken gefertigt und überall findet man Bänke zum Rasten, um einen Blick auf Sentosa oder Habour Front zu werfen. Schon nach den ersten paar Metern fällt mir auf, dass aus jedem Lautsprecher, immer ein paar Meter entfernt, eine andere Musik schallt – aber gerade die scheint einen in Stimmung zu bringen. Ich war nie in Disneyland, aber so hätte ich mir den Weg dahin auch vorgestellt. Am Eingang die erste Überraschung: Man muss keinen Eintritt zahlen. Normalerweise ist hier der obligatorische Eintrittsdollar fällig, doch die Drehkreuze sind offen und man kann einfach passieren. Die Szene erinnert mich etwas an Jurassic Park und ich schau mich kurz um, ob nicht irgendwo doch der T-Rex lauert. 😀 Nicht nur der Eingang, auch die Wege zu den ersten Gebäude wirken etwas verwaist. Naja, es ist aber auch keine Hauptsaison.

Der eigentliche Grund warum ich zu Sentosa gefahren bin, war das Aquarium. Ich könnte stundenlang vor diesen riesigen Glasfronten stehen und den Fischen beim Schwimmen zuschauen! Irgendwie bringt mich der Anblick innerlich zur Ruhe. 🙂 Im Endeffekt ist das Aquarium wie jedes Meeresmuseum auch. Viele verschiedene Fische, aus den unterschiedlichen Meeren der Welt. Wer will, kann für knapp 100€ sogar im Hauptbecken tauchen gehen. Besonders cool fand ich, dass man herausfinden konnte, wie sich Seesterne und Muscheln anfühlen. Als ich jedoch meine Hand am Seestern hatte und bemerkte, dass der sich tatsächlich bewegte und lebte, fand ich es doch nicht mehr so toll… schließlich standen hinter mir noch bestimmt 20 Leute, die das gleiche Ziel hatten. Das muss doch purer Stress für die Lebewesen sein… hm naja… alle die es interessiert, ein Seestern fühlt sich samtig an.

Nach dem Aufenthalt im Aquarium habe ich einen kleinen Rundgang über die Insel gemacht. Gleich neben dem Aquarium gibt es ein Universal Studio. Dahinter steht ein riesiger “Wunschbrunnen” mit seltsamen Figuren aus Metall. Geht man etwas weiter gelangt man zu einer überdimensional großen Nachbildung des Merlion, den man sogar besteigen kann. Links und rechts gehen immer wieder Wege zu teuren Hotels oder noch teureren Restaurants ab. An jeder Ecke stand ein Ticketschalter für eine neue Attraktion. An diesem Punkt fing ich an, den Erholungsaspekt in Frage zu stellen. Die Insel wirkte mehr und mehr wie ein Vergnügungspark auf mich, der für überteuerte Preise nur mittelmäßige Attraktionen bietet. Dem Volk und den Touristen scheint es zu gefallen, denn sonst käme Sentosa nicht auf 5Mio. Besucher jährlich.

Mir war das alles zu bunt, zu aufgesetzt und zu kommerzialisiert. Deshalb war ich froh, als ich den Strand erreicht hatte. Hier habe ich doch noch ein bisschen Erholung gefunden. Ich konnte im Schatten lesen, im badewannenwarmen Wasser schwimmen und die Zeit dahin plätschern lassen. Am späteren Nachmittag hatte ich mich noch mit ein paar Leuten über Facebook zum Volleyball spielen verabredet. Die Gruppe trifft sich jeden Samstag am Strand auf Sentosa, um einige Stunden zu Spielen und Zeit miteinander zu verbringen. Trotz meiner eher dürftigen Kenntnisse (die noch aus Schulzeiten stammen!), haben sie mich mitspielen lassen. Ich scheine mich nicht ganz so doof angestellt zu haben, da bei der Verabschiedung alle meinten, dass ich gerne wieder mitmachen darf. Na dann, bis nächste Woche Leute! 😉

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