JECasia

Hallöchen!

Letzte Woche war besonders spannend für mich, denn die JECasia fand von Dienstag bis Donnerstag in Singapur statt. Dabei handelte es sich um eine Composite-Messe mit Ausstellern aus ganz Asien. Für mich war es die erste Messe, auf der ich als Aussteller auftrat, weshalb ich auf die neue Perspektive gespannt war. Montag Nachmittag sollte ich mit meinem Chef zusammen die Exponate zur Messe bringen. Das meiste davon war nicht sehr groß und dementsprechend schnell in Kisten und Kartons verstaut. Das einzig große Exponat war ein 2m großer Drucktank, der, da er aus den USA kam, in eine Holzkiste gepackt war. An sich eine gute Sache, da man die Kiste leicht mit einem Hubwagen hin und her bewegen kann. Jedoch stelle sich beim beladen des LKW heraus, dass dessen Ladefläche sage und schreibe 2cm zu klein war 😀 Kurzentschlossen begann mein Chef das Holz mit einem Brecheisen zu bearbeiten. Trotz der eifrigen Hilfe des LKW-Fahrers hat die Aktion locker eine dreiviertel Stunde gedauert und unseren Zeitplan etwas durcheinander gebracht, da wir auf dem Weg auch noch einen Roboter abholen mussten. Schlussendlich konnten wir mir gut 1,5h Verspätung (bedingt durch den Verkehr) unsere sperrige Fracht auf dem Messestand platzieren.

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Der erste Messetag begann entspannter. Wir trafen uns halb neun am Stand, damit wir pünktlich um 10 Uhr, wenn die Messe öffnet, bereit sind. Mein Chef hat mir sogar extra Visitenkarten mit meiner Telefonnummer und meiner E-Mail Adresse drucken lassen, da hier in Asien die Karten einen besonderen Stellenwert besitzen. Es ist üblich, sich während des Gespräches die Visitenkarten mit beiden Händen zu überreichen bzw. entgegen zu nehmen und diese vor dem in die Tasche stecken eingehend zu betrachten.

Kurz vor dem Beginn war ich dann ziemlich aufgeregt. Das Gefühl war das gleiche wie kurz vor einer Prüfung, wenn du denkst, dass du alles vergessen hast.^^ Ich bin dann ein paar unruhige Runden um unsere Exponate gelaufen, um mir die Begriffe noch einmal einzuprägen und um das ein oder andere Wort noch einmal zu googeln. Ich war einfach unsicher, was ich den Leuten erzählen sollte und wollte natürlich auch keinen Mist von mir geben – schließlich repräsentiere ich das Unternehmen. Im Endeffekt war es aber gar nicht so schlimm. Die Besucher waren alle sehr freundlich, sodass sie über das ein oder andere falsche Wort hinweg gesehen haben. Falls ich wirklich nicht weiter wusste, konnte ich einfach meine Kollegen um Hilfe fragen, die gerne übernommen haben. Die meiste Zeit konnte ich jedoch ohne Probleme mein Wissen preisgeben und auf die Fragen antworten. Die wahrscheinlich lustigste Begegnung war mit einem Formenbauer aus Dresden, der mich ungläubig ansah und kaum glauben konnte, dass wir aus der gleichen Stadt kommen. Tja, manchmal ist die Welt doch ein Dorf. 😉

Das größte Problem war mein Hunger, der mich um die Mittagszeit heimsuchte. Zu dem Zeitpunkt befand sich niemand außer mir an dem Stand (was mir dummerweise erst zu diesem Zeitpunkt auffiel, da ich mich lange mit einem Kunden unterhalten hatte). Also gab es vorerst kein Mittag. Als dann endlich meine Ablösung kam und ich nach dem Buffet sehen konnte, musste ich auf leere Platten schauen. DA HABEN DIE DOCH ERNSTHAFT SCHON ALLES AUFGEGESSEN!!! In meiner Not bestellte ich einen Tee, den ich mit Zucker und Kaffeesahne verfeinerte, um mich anschließend an den Süßigkeiten am Stand zu laben. Viel war es nicht, aber ich schaffte es damit bis zum Abend.

Nach dem ersten Messetag gab es eine offizielle Abendveranstaltung, die in der National Gallery – besser gesagt auf ihrem Dach – stattfand. Man konnte mit 1, 2 oder 3 Gläsern Wein den Blick auf die Stadt sowie das Marina Bay Sands Hotel genießen. Das Highlight für mich: ES GAB WAS ZU ESSEN! Völlig ausgehungert drehte ich gleich zwei Runden am Buffet und ließ mir einen Mix aus asiatischen und europäischen Häppchen schmecken 😀

Die nächsten beiden Tage verliefen genauso entspannt wie der erste. Während der Messe führt man interessante Gespräche mit den Besuchern oder wenn gerade keiner da ist, unterhält man sich mit seinen Standnachbarn oder dreht eine Runde über die Messe. Ich muss zugeben, die Messe war wirklich nicht die Größte und auch nicht super gut besucht, aber vielleicht hat gerade das die fast familiäre und entspannte Atmosphäre ausgemacht. So bin ich am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Abend zwar ziemlich kaputt, doch gut gelaunt und mit schönen Erfahrungen und Erinnerungen ins Bett gegangen. Aus meinem Fehler bezüglich des Mittagessens habe ich gelernt, sodass ich bereits um 11 Uhr meinen Lunch einnahm. 😀

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