Kurzurlaub – Part II

So ihr Lieben, es geht weiter mit meinem Bericht vom Kurzurlaub.

Am nächsten Morgen klingelte, für einen Urlaub ziemlich zeitig, um 7:00 Uhr der Wecker. Nach einem kurzen Frühstück wurde ich von einem Sammeltaxi abgeholt. Ach so, vielleicht sollte ich sagen, was ich für diesen Tag geplant hatte… Also ich wollte an diesem Tag Kajak fahren gehen und den Nachmittag entspannt am Strand liegen. Solche Tagestouren kann man überall in der Stadt und sogar im Hostel buchen.

Nachdem wir alle Mitreisenden eingesammelt hatten, fuhr uns der Fahrer zu einem Bootsanleger. Dort begrüßte uns unser Guide, der auch keine Zeit verlor und uns gleich in die Technik des Paddelns ein wies, da es einige gab, die bisher noch nicht in einem Kajak saßen.

Als dann alle mit einem Paddel und einer Schwimmweste versorgt waren, ging es immer zu zweit in die Boote. Ich als Alleinreisende sollte erst mit unserem Guide in einem Boot sitzen. Doch vor mir standen zwei zierliche Koreanerinnen, die sich kaum trauten ins Boot zu steigen. So beschloss unser Guide kurzerhand, dass ich mit einer der beiden fahren sollte und er die andere zu sich ins Boot nimmt. Bevor die beiden Mädels überhaupt verstanden was los war, verließ ich mit der ersten bereits den Anleger. Als sie sich umsah wirkte sie zuerst leicht verwirrt, fing sich aber schnell und stellte sich als Cho vor. Sie wollte von mir wissen woher ich komme, und als ich meinte aus Deutschland, lachte sie und meinte, dass wir uns auch gern in meiner Muttersprache unterhalten können. Jetzt war ich diejenige, die verwirrt schaute. Cho erzählte mir daraufhin, dass sie mehrere Jahre in Weimar Musik studiert hätte. Die Welt ist doch manchmal wirklich ein Dorf^^

 

Unser Guide führte uns durch die dichten Mangrovenwälder, in denen es manchmal gar nicht so einfach war das Boot zu navigieren. An einigen Stellen passten noch nicht einmal zwei Kajaks nebeneinander. Der Anblick des dichten Grünes und der Wurzeln war einfach toll. Häufig kamen wir an hohen und dicht bewachsenen Klippen vorbei. An einer Stelle im Wald lauerte uns eine Herde Affen auf. Sobald sie uns erblickten, sprangen sie auf unsere Boote. Wahrscheinlich waren sie auf der Suche nach etwas Essbarem, da leider immer noch viele Touristen die Tiere füttern. Der Affe auf unserem Boot wollte meine Trinkflasche stehlen. Zum Glück konnte ich sie ihm noch schnell entreißen, da lugte er schon in Richtung meiner Kamera, die ich ganz schnell in Sicherheit brachte. Da ich durch die Rettungsaktion meiner Habseligkeiten nicht paddeln konnte, bildete sich hinter uns ein kleiner Stau, den die Affen gleich ausnutzten und die anderen Boote enterten. Die Viecher sind ganz schön gerissen!

Ein Highlight befand sich relativ am Ende unserer Tour, wobei es sich dabei um die Kulisse des James Bond Films “Der Mann mit dem goldenen Colt” handelte. Dabei sind wir denselben Weg wie James Bond im Film entlang gepaddelt.

Ziemlich ausgehungert kamen wir nach 2h wieder an dem Anleger an, wo uns bereits unser Mittagessen erwartete. Satt und zufrieden bestiegen wir (also ich besonders 😉 ) ein Longboat, dass uns zur nahegelegenen Ko Hong Island brachte. Für mich war es da höchste Zeit für einen Mittagsschlaf! Außerdem soll man ja nicht mit vollem Magen schwimmen gehen. Die Insel hatte einen paradiesischen Strand mit fast weißem Sand. Leider wussten das ziemlich viele Menschen, weshalb ich mich in die letzte Ecke der Bucht verzog. Nach meiner Pause hatte ich noch 2h Zeit, in der ich ein oder zwei Runden geschwommen und am Strand entlanggelaufen bin, Muscheln gesammelt und eine Seegurke gestreichelt habe (die fasst sich samtartig an – aber Vorsicht! Die kann auch beißen!), in der Sonne gelegen habe und im Meer schnorcheln war. Die Zeit verging wie im Fluge und schon bald mussten wir uns auf den Weg zurück zum Festland machen.

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