Kurzurlaub – Part III

Aufgrund des derzeit spärlichen Internets folgt etwas verspätet der dritte Teil meines Kurzurlaubs.

Ich wurde am Montagmorgen vom Hostel abgeholt und zum Hafen gebracht. Dort bestieg ich eine Fähre, die mich innerhalb einer Stunde nach Ko Phi Phi brachte. Warum gerade diese Insel?

In diversen Reiseblogs und Berichten schwärmte man von den tollen Stränden und den zahlreichen Aktivitäten auf Ko Phi Phi. Des Weiteren sollte die Insel noch nicht so überlaufen sein wie Phuket (da muss ja richtig was los sein). Auf der Fähre überlegte ich mir, was ich mit dem Tag anfangen sollte. Eigentlich war ich durch die sportliche Betätigung am Vortag noch ziemlich müde, weshalb ich einen entspannten Tag am Strand bevorzugen würde.

Auf der Insel angekommen, wurde der obligatorische Kultureuro fällig. Den nimmt die Insel von jedem Touristen ein und hält dadurch die Stadt sauber oder renoviert Baufälligkeiten. Ich merke gleich an, dass ich an der tatsächlichen Umsetzung dieses Vorhabens ab und zu zweifelte…

Laut des Hostelbesitzers waren es nur 10 min zu meiner Unterkunft. Eine Wegbeschreibung hatte ich mir zuvor ausgedruckt, aber an sich war es nicht schwer, weil ich fast nur geradeaus gehen musste. Die ersten Meter auf dem Pier kam ich mir wie auf einem Basar vor. Jede Menge Fremdenführer riefen nach ihren Gästen, die sie abholen sollten oder baten mir eine Insel-hopping-Tour zu den besten Stränden an. Ich wollte aber erst einmal nur mein Zeug loswerden, weshalb ich mich weiter zu den ersten Häusern vorkämpfte. Dort erwarteten mich enge Gassen und flache Häuschen, sagen wir eher Wellblechhütten, mit Souvenirs, Aktivitäten oder Essen und überall Backpacker! 😀

 

Auf meinem Weg konnte ich mir schon einmal Inspirationen holen, was ich denn den restlichen Tag machen will. Mein Blick blieb bei einer Tauchschule hängen. Für einen richtigen Tauchkurs braucht man 2-3 Tage. Aber so viel Zeit hatte ich nicht. Da fiel mir das Angebot eines „Schnuppertauchens“ ins Auge. Die Tour wurde früh und mittags angeboten und beinhaltete zwei Tauchgänge. Eigentlich wollte ich einen entspannten Tag am Strand verbringen, aber die Vorstellung tauchen gehen zu können, reizte meinen Abenteuersinn dann doch ;).  Interessiert fragte ich einen der anwesenden Guides, ob eine Teilnahme noch möglich sei. Er meinte „klar“ und schon saß ich an einem Tisch und füllte fleißig Formulare aus und probierte Taucherflossen und Taucherbrille an. Danach hatte ich eine Stunde, um meinen Bikini und ein Handtuch einzupacken und dann ging es auch schon auf das Schiff.

Mit mir waren noch zwei weitere „Erstis“ an Bord. Eine junge Frau aus Estland und ein Grieche. Beide hatten wie ich überhaupt keine Erfahrung, was mich irgendwie beruhigte. Fanny, eine junge Spanierin, erklärte uns, dass wir jeder einen eigenen Begleiter bekommen, der uns sicher unter Wasser und auch wieder hinaufbringen wird. Dann sind wir die üblichen Handzeichen durchgegangen, um wenigstens eine überlebensnotwendige Kommunikation möglich zu machen. Anschließend wurden uns noch drei Übungen erklärt, die wir vor unserem Tauchgang im Wasser machen sollten. Dabei ging es hauptsächlich darum, wie man das verlorene Atemgerät wiederbeschafft und was man machen muss, um das lästige Wasser aus der Brille zu bekommen. Und dann meinte Fanny gut gelaunt, dass es auch schon losgehen kann. Ich dachte mir nur: „Wie jetzt… das war‘s?? Aber… ich fühle mich noch nicht sehr bereit….!“

Am Heck des Schiffes zwängte ich mich in einen Taucheranzug. Danach verschnürte mich Alex, meine Begleitung für diesen Tag, sicher im Tauchequipment. So eine Sauerstoffflasche ist ganz schön schwer! Und schon kurz darauf ertönte das Signal, dass zum Verlassen des Bootes aufrief. Ziemlich nervös watschelten wir Anfänger nach und nach zu der Plattform. Ich erinnerte mich noch an Fannys Worte: „eine Hand an den Bleigürtel, die zweite Hand an Brille und Atemgerät und dann einen großen Schritt…..“ und schon plumpste ich ins Wasser.

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