Kurzurlaub – Part IV

Hier nun der letzte Teil meines Kurzurlaubs 🙂

Die Luft in meiner Ausrüstung hielt mich an der Oberfläche, sodass ich mich entspannt mit den anderen sammeln konnte. Alex kam zu mir und meinte, wir werden jetzt abtauchen und die vorher besprochenen Übungen durchführen. Gesagt getan. Das Atmen unter Wasser war erstaunlich einfach. Ich hatte einen größeren Widerstand erwartet. Bis auf die Übung mit der Brille, welche ich zweimal machen musste, klappte alles auf Anhieb. Wir tauchten also wieder auf und Alex lobte mein vorbildliches Verhalten unter Wasser… *grins*… 😀 Als alle anderen auch fertig waren ging es endlich richtig los! Meine Begleitung lies die Luft aus meinem Anzug und das Blei an meiner Hüfte zog mich langsam nach unten. Mich erwartete eine völlig neue Welt. Ich blickte auf ein großes Riff mit vielen Korallen und Fischen. Von den ganzen Unterwasserwesen konnte ich Papageifische, Kugelfische, Seesterne und Seegurken identifizieren. Doch da waren bei weitem noch viele mehr, die noch nie gesehen habe, geschweige denn deren Namen kenne.^^

Schon nach kurzer Zeit tippte mir Alex hektisch auf die Schulter. Ich fragte mich was denn nun los sei und schaute mich nach ihm um. Er zeigte rechts von mir ins Meer und hielt sich die Handkante an den Scheitel. Das Zeichen für Haie! HAIE?!?! Gespannt starrte ich in das blau und tatsächlich sah ich zwei Haifische in sicherer Entfernung an uns vorbeiziehen. Ich fand die waren ganz schön fix unterwegs! Aber klar, es sind schließlich Raubfische. Völlig elektrisiert schwamm ich weiter an dem Riff entlang. Neben uns tauchte auf einmal ein Schwarm Fische auf und Alex zog mich mitten hinein. Durch die Lichtbrechung im Wasser wirkten sie nochmal um einiges größer und näher, als sie wirklich waren. Ich hatte das Gefühl ich könnte sie berühren, wenn sie nur nicht so scheu wären. Der Anblick war einfach unglaublich. Solche Bilder kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen und ich war mir zwischenzeitlich nicht sicher, ob nicht einer einfach nur ein Display in meiner Brille installiert hat. 😀 Nach nur gefühlten 10 min stiegen wir wieder auf und schwammen zurück zum Boot.

Beeindruckt von den Bildern mampfte ich gedankenversunken mein Mittagessen und freute mich schon auf den zweiten Tauchgang. Dazu fuhr das Boot an eine andere Stelle ca. 15min von der ersten entfernt. Auf dem Weg dahin blieb mir noch Zeit mich mit den Leuten zu unterhalten und von ihren ersten Tauchgängen zu hören. Alle meinten, dass es sehr selten ist gleich beim ersten Mal einen Hai zu sehen. Was das anging, hatten wir also ziemliches Glück gehabt :).

Dann hieß es wieder, rein in die Ausrüstung und ab ins Wasser. Dabei kam ich mir schon fast routiniert vor. Dieses Mal hatte ich auch mehr Gelegenheit auf das Tauchen selbst zu achten. Ich hörte das Knistern im Wasser und das Geräusch, dass mein ausströmender Atem machte; fühlte, wie sehr die Strömung mit einem spielt und wie sich warme und kalte Strömungen abwechseln. Dafür bemerkte ich auch wie fest meine Taucherbrille mir auf die Stirn drückte und wie „verbissen“ ich das Atemgerät zwischen meinen Zähnen hielt. 😀 Ich versuchte mich etwas zu entspannen und den Gurt der Brille etwas zu lockern (hatte aber eher zur Folge, dass mir etwas Wasser hinein lief).

 Wir tauchten an einer Wand aus Stein und Korallen entlang, die mindestens 6 Meter hoch war und teilweise einen Überhang hatte. Wir haben beim zweiten Tauchgang nicht ganz so viele Fische gesehen, aber es waren ein paar neue dabei – unter anderem ein Krake, ein NEMO *.* und eine Moräne. Als wir wieder auftauchten ging bereits langsam die Sonne unter und ich fragte mich, wie viel Zeit wir eigentlich unter Wasser verbracht hatten, da sich die Tauchgänge selbst so kurz anfühlten. Leicht erschöpft, aber glücklich tapste ich zurück an Deck. Mit dem Sonnenuntergang im Rücken fuhren wir zurück zum Pier. Gedankenversunken blickte ich dabei auf das Meer. Ich musste mich kurz selbst loben, dass ich mich doch gegen einen Tag am Strand entschieden hatte und überlegte auch, dass ich bei der nächsten Gelegenheit meinen Tauchschein machen werde!

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