Zu Besuch in Penang – I

Wie bereits angekündigt, hier meine Zusammenfassung des Wochenendes in Penang. Penang ist einerseits ein Bundesstaat von Malaysia, aber gleichzeitig auch eine Insel und genau auf dieser war ich.

Da ich mal wieder Schwierigkeiten mit meinem DA-Projekt habe, konnte ich leider nicht eher schreiben… Seit Beginn des neuen Jahres läuft es eher schleppend, was mich ziemlich unter Druck setzt. Ich konnte zeitweise an nichts anderes mehr denken und brauchte deshalb dringend eine Auszeit. Die Möglichkeit Nadja zu besuchen, kam da mehr als passend! Das Wochenende begann damit, dass ich aufgrund der rush-hour zum Freitag Abend fast meinen Flug verpasst hätte. Glücklicherweise hat man mir trotz geschlossenem check-in meine Boardkarte ausgestellt und mit einem kurzen Sprint konnte ich das Gate rechtzeitig zum Boarding erreichen. Voller Adrenalin, doch überglücklich nahm ich im Flieger platz. Als wäre das nicht schon genug Aufregung gewesen, musste der Pilot wegen des schlechten Wetters in Penang den Landeanflug abbrechen, durchstarten, eine Schleife fliegen und dann einen neuen Versuch unternehmen. Beim zweiten Mal lief aber alles glatt.

Bei Nadja angekommen sind wir zu aller erst zu ihrem Lieblingsinder gelaufen, der Naanbrot mit Käse sowie verschiedenen Saucen serviert. Das absolute Highlight: eine Honigsauce, die in Kombination mit dem Brot der absolute Hammer ist! Beim Bezahlen merkt man schnell, dass Malaysia im Vergleich zu Singapur um einiges günstiger ist. Für das gleiche Essen würde man bei uns das 4 oder 5-fache zahlen. Gesättigt waren wir, aber der Durst brannte in unseren Kehlen. Deshalb sind wir zu dem bekanntesten Kiosk in George Town gefahren. Dort gibt es das günstigste Bier der ganzen Stadt, weshalb dort in den Abendstunden ein reges Treiben herrscht. Viele junge Leute aus den angrenzenden Hostels und der Stadt kommen hier zusammen. So war es auch nicht verwunderlich, dass wir gleich ein paar Freunde von Nadja getroffen haben und mit ihnen ausgiebig quatschen und trinken konnten.

Am nächsten Morgen gönnten wir uns ein richtig leckeres Frühstück (french toast und Kaffee) in einem schicken Restaurant. Wenn der Tag so beginnt, kann er nur gut werden! 😀 Gesättigt sind wir dann weiter in den Norden der Insel gefahren, wo es ein Naturreservat mit wunderschönen Stränden gibt. Wir wollten zum Turtle-Beach wandern, der etwa zwei Stunden Fußweg entfernt lag. Unser Weg führte uns mitten durch den Urwald, auf zum Teil sehr ausgespülten Wegen; im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein; Hügel hinauf und hinab. Doch die Anstrengung wurde durch eine wunderbare Stille (bis auf unser Gequatsche^^) und eine einzigartige Natur wett gemacht.

Nach ziemlich genau der veranschlagten Zeit erreichten wir den Strand, der zu unserer Überraschung fast Menschenleer war. Wir genossen es in der Sonne zu liegen, zu entspannen und ab und zu mal ein kurzes Bad zu nehmen. Ob wir überhaupt baden gehen durften konnten wir leider nicht erkennen, da die Warnschilder durch die Sonne bereits soweit ausgeblichen waren, dass alle Zeichen gelb waren. 😀 Der Strand heißt nicht um sonst Turtle-Beach. Regelmäßig kommen hier Schildkröten an, um ihre Eier in den etwas grobkörnigen Sand zu legen. Um die Eier vor Nesträubern zu schützen, werden Gitter aufgestellt und regelmäßig kontrolliert. Eine kleine Holzhütte informiert zusätzlich über das Leben der bedrohten Tierart. Sind die kleinen Schildkröten geschlüpft, kommen sie die ersten paar Wochen in ein Bassin in der Hütte. Das geschieht zu ihrem eigenen Schutz, denn wenn sie größer sind, ist ihre Überlebenschance um einiges höher. Noch mit den Gedanken bei den kleinen Schildkröten, fuhren wir mit einem Boot zurück zu dem Punkt, an dem unsere Wanderung begann.

Wer jetzt denkt, dass das alles war hat sich mehr als getäuscht! Denn der Tag war noch lange nicht vorbei. Bevor wir jedoch weiter George Town erkunden konnten, brauchten wir dringend etwas zum Abendbrot. Nadja hatte in ihrem Reiseführer ein ausgezeichnetes chinesisches Restaurant gefunden, dass scharf angebratenes Rindfleisch mit grünen Chillis servierte. Ich sage euch, es war ein Gedicht!! Wir haben sogar noch einmal eine Portion nachbestellt, weil es so lecker war.^^

Gestärkt konnten wir unseren Weg durch die Stadt fortsetzen. Ein Streifzug durch die Stadt lohnt sich besonders wegen der Streetart. Häufig entdeckt man eher zufällig die Kunstwerke an den Häuserwänden. Das schöne an ihnen ist, dass man nicht selten selbst Teil der Kunst werden kann. Des Weiteren begeistert George Town durch seine alten shop-floor-Häuser, der hippen Cafés und Bars sowie imposanten Tempelanlagen und Moscheen. Das tolle daran ist, dass man bequem alles zu Fuß erreichen kann und nicht auf ein Taxi angewiesen ist. Für den Abend hatten wir uns mit Freunden von Nadja verabredet, die gerade eine Weltreise unternehmen und zufällig an diesem Wochenende in Penang halt machten. Bevor sie nach Asien kamen reisten sie bereits einige Wochen durch Mittelamerika. Gemeinsam saßen wir in einer Bar, tranken Cocktails und lauschten ihren Erlebnissen. Am Nebentisch saßen drei Jungs aus Deutschland, ebenfalls auf Reisen, die unser Gespräch hörten und sich daran beteiligten. Es ist toll wie leicht man mit Fremden ins Gespräch kommen kann, weil jeder von einem spannenden oder besonders schönem Erlebnis erzählen kann und so ein reger Austausch entsteht. Mit ihnen zogen wir dann sogar noch weiter, in das mir bereits bekannte Kiosk, wo es noch eine Dose Bier als Schlaftrunk gab. Bereits sehr spät am Abend fielen Nadja und ich erschöpft ins Bett. Zum Glück konnten wir Sonntag etwas ausschlafen. 😉

Hmm…da der Text schon wieder ganz schön lang geworden ist und ich langsam mal schlafen sollte, schreibe ich euch einfach morgen den Rest 🙂

Gute Nacht :*

 

 

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