Zu Besuch in Penang – II

Hallo zusammen, wie versprochen kommt hier der zweite Teil meines Penang Besuchs.

Nachdem wir etwas ausgeschlafen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Frühstücken. Der Inder um die Ecke servierte sehr leckere Roti mit Banane und Milo (das Nesquik von Asien) und dazu einen frisch gepressten Orangensaft… einfach nur lecker! Zu uns gesellten sich noch Nadjas Mitbewohnerin sowie ein paar Freunde. Gut gesättigt machten wir uns auf den Weg zur Blue Mansion. Es handelt sich dabei um ein Herrenhaus aus dem 19. Jh. und ist, wie sein Name verrät, blau. Eine ältere Dame führte durch das Haus und erzählte von seinen Bewohnern (einem reichen chinesischen Geschäftsmann und seinen Frauen), der damaligen Lebensweise sowie dem einzigartigen Stilmix in der Architektur. So mischt sich zum Beispiel die traditionelle chinesische Lehre des Feng Shui in Form von fließendem Wasser, mit der damals typischen kolonialen Bauweise. Wem eine Führung durch das Haus zu wenig ist, kann auch über Nacht bleiben. Denn nebenher werden auch einige Zimmer an Gäste vermietet.

Nach der Führung liefen wir zum Old Protestant Cemetery auf welchem Francis Light, der Gründer der Kolonie Penang, begraben liegt. Zu unserer Überraschung waren auch ein paar Grabsteine mit deutscher Aufschrift zu finden. Und was auch auffiel: Alt sind die Leute damals nicht geworden. Einige hatten es noch nicht einmal bis zum dreißigsten Lebensjahr geschafft.

Von dort aus schlenderten wir weiter durch George Town zu unserem letzten Punkt auf der To-Do-Liste. Nadja erzählte mir von einem kleinen Street-Market, auf den sie mit mir gehen wollte. Ich fand die Idee super, da ich an der künstlerisch, angesagten Szene Penangs bereits Gefallen gefunden habe. Als wir jedoch vor einer Art altem, verfallenen Depot standen, wusste ich nicht so recht was ich davon halten sollte. Ein großes Banner am Eingang kündigte einen Pop-up Market an… doch wo war der nur?  Beim Betreten des Depots schaute ich nicht schlecht. Gleich hinter dem Eingang lag eine Galerie mit wunderschönen Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen lokaler Künstler.

Dahinter öffnete sich ein größerer überdachter Bereich mit kleinen Ständen, an denen Schmuck, Postkarten, Shirts uvm. verkauft wurde – selbstverständlich alles von den Verkäufern handgefertigt. Auch hier konnten wieder zahlreiche Kunstwerke an den Wänden entdeckt werden. Zwischen den ganzen Leuten trafen wir auch Nadjas Freunde vom ersten Abend sowie die vom Frühstück wieder. Bei entspannter live Musik und einem leckeren Kaffee quatschten wir so lange, bis für mich die Zeit zum Aufbruch gekommen war. Gerne hätte ich noch länger mit den anderen zusammen gesessen und die Atmosphäre genossen, doch das Flugzeug wartet leider nicht… und so flog ich mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck nach Hause.

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